Warum ich mich für den Jakobsweg entschieden habe

 

Durch zahlreiche Veröffentlichungen und Medienbeiträge bin ich auf den Jakobsweg aufmerksam geworden.

In der Folgezeit habe ich dann viel zu diesem Thema recherchiert und gelesen.

 

Obwohl das Pilgern auf den Jakobswegen auf christliche Traditionen gründet, dachte ich, dass das Begehen des Weges auch meiner eher wenig kirchlich geprägten Seele gut tun würde. Viele Autoren schildern, dass Wanderer auf diesem Weg ihre innere Ruhe fanden, der alltägliche Stress von ihnen abfiel und sie wieder lernten, auch mit wenigen, einfachen Dingen glücklich zu sein. Dieser Beweggrund war mir sehr sympathisch.

 

Hinzu kam die körperliche Herausforderung, die mich reizte.

Nicht zuletzt stelle ich mir vor, dass das Wandern auf dem Jakobsweg noch etwas abenteuerliches hat und sei's auch nur, morgens nicht zu wissen, wo man am Abend schlafen wird.

 

Selbstverständlich reizten mich auch die fremden Landschaften und Menschen. Ich denke, dass man zu Fuß am ehesten Land und Leute erkunden und begreifen kann.

 

Aus diesen Überlegungen heraus reifte bei mir der Entschluss, meinen Jakobsweg zu begehen.

 

Zunächst plante ich in Tagesetappen von Wuppertal-Beyenburg über Köln nach Trier gehen.

 

So wollte ich mir zunächst wenigstens gelegentliche Auszeiten aus dem alltäglichen Stress gönnen und mich gleichzeitig nach und nach mit geeigneter Kleidung und Equipment ausstatten, welches bislang noch nicht vorhanden war.

 

Ab 2011 hatte ich dann Wochenetappen für den Weg von Trier über Toul, Langres, Cluny bis nach Le Puy und den weiteren Weg nach St.-Jean-Pied-de-Port vorgesehen.

 

Im September 2012 erreichte ich Cluny. Hier wurde mir klar, dass die jeweiligen An- und Abreisen zu den einwöchigen Wanderungen nicht nur zeit- und kostenintensiv sondern auch nervraubend waren, zumal ich bis dahin meinem Pkw nutzte.

 

Ab 2013 plante ich dann radikal um. Anstelle der bislang  einwöchigen Wanderungen im Früh- und Spätsommer sollte es nunmehr nur noch einen zweiwöchigen Weg im Spätsommer geben und für die An- und Abreise wollte ich zukünftig öffentliche Verkehrsmittel benutzten. 

 

Meine weitere Planung sieht so aus, dass ich in den letzten beiden Jahren vor meinem Ruhestand den spanischen Küstenweg begehen werde. Im Jahr meiner Pensionierung möchte ich dann Santiago de Compostela und darüber hinaus das Kap Finisterre erreichen. 

 

Ein großes Vorhaben, aber ich bin guter Dinge.