Anreise von Solingen nach Trier

Am 02.06.2011

 

Endlich war der Tag gekommen. Ich hatte schon eine ganze Zeit lang Urlaub. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich eine erholsame Woche auf einer Nordseeinsel verbracht. Das Wetter in den letzten Wochen war durchweg gut, zumindest extrem regenarm. Ausgerüstet mit dem Outdoor-Buch Band 211 (Jakobsweg Trier - Le Puy), den darin empfohlenen IGN-Landkarten (Metz-Verdun-Luxembourg und Nancy-Epinal), einem uralten Berlitz-Büchlein "Französisch für die Reise" (in dem noch über franz. Franc gesprochen wird) und jede Menge Optimismus sollte es losgehen.

Im Laufe des Vormittags habe ich meinen Rucksack gepackt. Sorgfältig hielt ich mich hierbei an eine Packliste, die ich mir nach und nach im Vorfeld zusammengestellt hatte. Letztendlich wog der
Rucksack um die 14 Kg (incl. Leichtzelt, Schlafsack und Isomatte, die ebenfalls im Rucksack ihren Platz fanden).

 

Danach ging es zum Solinger Hauptbahnhof, von dort mit dem IC nach Köln, nach kurzem Umstieg von dort weiter per IC nach Trier.               Die Fahrkarten hatte ich ja bereits vor Wochen als Sparangebot der DB für 29 € im Internet erworben.


Bei der Fahrt durch das Rheintal bis Koblenz und insbesondere durch das Moseltal gewann ich ganz neue Eindrücke. Ich bin dort schon häufig gewesen, hatte aber als Autofahrer immer nur einen Blick für den Straßenverkehr. Das Moseltal mit seinen kleinen Örtchen ist wunderschön.

Um kurz vor 19:00 h war ich dann wieder in Trier. Dort war es sonnig und sehr warm. Schnell habe ich mein reserviertes Zimmer im Warsberger Hof bezogen, mich mit der Kamera bewaffnet und noch einen kleinen Stadtrundgang unternommen.

Am Dom und an der Konstantinbasilika vorbei in die Gärten des kurfürstlichen Palais. Von dort durch einen Park, wo sich eine Vielzahl von Personengruppen niedergelassen hatten, um dort zu musizieren, zu balancieren oder einfach nur zum Grillen und Chillen.

 

Mein Spaziergang führte mich zu den Kaiserthermen, ein beeindruckendes Monument römische Baukunst. Durch die Grillgerüche aus dem Park meldete sich ein Hungergefühl bei mir. Ich ging wieder zurück in die Stadt, um ein kleines Abendessen zu mir zu nehmen.



Danach schlenderte ich noch einmal durch die im Abendlicht liegende Fußgängerzone in Richtung Porta Nigra. Die Innenstadt hatte sich inzwischen deutlich geleert, die Tagestouristen waren
offensichtlich abgereist.

 





Auf dem Platz an der Porta Nigra spielte ein spindeldürrer Jugendlicher mit Rastafrisur auf einer alten kleinen Harfe.
Der junge Mann beherrschte sein Instrument perfekt und trug klassische Stücke ebenso gekonnt vor wie moderne Unterhaltungs- musik. Normalerweise zeige ich mich bei Straßen- musikanten wenig spendabel. Aber der Typ, das ausgefallen Musikinstrument und die daraus hervor gezauberte Musik waren mir an dem Abend einen kleinen Obolus wert.



Etwa gegen 22:00h kehrte ich zum Warsberger Hof zurück. In der angegliederten Gaststätte im Innenhof trank ich mir noch ein schönes Pils als Schlummertrunk und zog mich im Anschluss in meine kleines Dachzimmer zurück. Schließlich sollte es ja morgen zeitig losgehen.