Tag 18. Von Vandieres nach Dieulouard

Am 08.06.2011

Strecke 23 Km (Gesamt 449 Km)

 

Nachdem ich im Gästezimmer der Herbergsbetreiber einegeruhsame Nacht verbracht hatte, gab es das typische französische Frühstück mit Kaffee, Croissants, Baguette und Marmelade. Während des Frühstücks stellte ich fest, dass das sympathische Ehepaar, welches ich bereits am 05.06. am verlassenen Hof "La Chartreuse" kennen gelernt hatte, ebenfalls Gäste der Unterkunft gewesen waren. Ich sah sie aber nur noch durchs Fenster, als sie ihre Tagesetappe bereits aufnahmen.

Über kleine Seitenstraßen gelangte ich schnell an den Ortsrand von Vandieres. Der Weg führte, wie gewohnt, zunächst durch Felder und später durch Wälder und an Waldrändern entlang nach Montauville. Von hier aus ging ich die etwa zwei Kilometer hinab nach Pont-à-Mousson im Moseltal. Der Umweg war nötig, da ich meinen Bargeldbestand auffrischen musste. In den vielen kleinen Orten (incl. Vandieres) gab es keine EC-Geldautomaten.

Pont-à-Mousson ist eine quirlige Kleinstadt mit einer beeindruckenden Kathedrale und einer riesigen ehemaligen Abteianlage des Prämonstratenser-

ordens, heute Sitz des Europäischen Zentrums für sakrale Kunst. Auf dem angeblich sehenswerten "Place Duroc" wurde leider gerade eine Kirmes aufgebaut, so dass ichn keinen zusammenhängenden Eindruck der schönen Häuser mit ihren Laubengängen gewinnen konnte. Jedoch traf ich in einem Café auf diesem Platz erneut auf das
nette Ehepaar. Gemeinsam tranken wir einen Kaffee und tauschten uns über unsere Wegerfahrungen aus. Danach trennten sich zunächst wieder unsere Wege.

Nach Pont-à-Mousson ging es wieder zurück nach Montauville. Hier nahm ich den weiteren Weg nach Jezainville. Auf einer schönen alten Steinbrücke überquerte ich den  „Le Eschbach“.

Der Weg führte mich dann wieder auf die Höhenrücken der Lorraine.

Über einen mit Splitt belegten Fahrweg ging es von Jezainville nach Dieulouard. Vom Fahrweg aus gab es wieder tolle Fernblicke auf die leicht gewellte Landschaft mit ihren riesigen Agrarflächen.

In Dieulouard fand ich schnell meine Unterkunft, das "Hotel de la Commerce". Auch hier bekam ich auf Nachfrage ein Zimmer und eine Mahlzeit, welche das Abendessen vom Vortag um Längen schlug. In den Abendstunden machte ich noch einen kleinen Stadtrundgang und besorgte mir eine Flasche Wein und ein kleines Baguette als Betthupferl.

Von meinem Zimmer aus schaute ich auf einen kleinen Stadtplatzund auf das Panorama einer bereits typisch französisch wirkenden Ortschaft. Leider aber auch auf die einzige Durchgangsstrasse.

Im Hotel traf ich abermals auf das Ehepaar aus dem Rheinland, welches mir bereits wiederholt über den Weg gelaufen ist.
Nach dem Abendessen hatten wir einen leider viel zu kurzen, netten gemeinsamenn Abend bei einem Glas Rotwein. Angelika und Peter, so hießen die Beiden, hatten noch einige Ferientage vor sich und wollten bis nach Dijon laufen.