Hier finden Sie meine Erfahrungen und Eindrücke auf dem Streckenabschnitt zwischen Cluny und Le Puy-en-Velay.

 

In diesem Jahr habe ich in 14 Tagen die gut 300 Km zwischen Cluny und Le Puy-en-Velay zurückgelegt.

 

Ich bin erstmals davon abgewichen, je eine Wanderwoche im Früh- und im Spätsommer einzulegen. Aufgrund der mittlerweile langen Anreise habe ich die beiden Wochen zusammengelegt und mich für eine Wanderung im Spätsommer entschieden.

 

Nachteil dieser Entscheidung war natürlich, dass ein für mich unendlich lang erscheinendes Jahr ins Land gehen musste, bevor ich meinen Rucksack wieder packen konnte. Ich fürchte, dass ich mich für die nächsten Jahre an dieses Gefühl gewöhnen muss.

 

Hinsichtlich der An- und Abreise habe ich das Verkehrsmittel getauscht. Statt des bisher genutzten eigenen Fahrzeugs habe ich mich diesmal für die Nutzung eines EUROLINES-Fernreisebusses in Verbindung mit örtlichen Buslinien bzw. der Eisenbahn entschieden. Nach einigen Recherchen im Internet erschien mir dies eine kostengünstige und nervensparende Lösung. Ob ich mich im nächsten Jahr allerdings nochmals für diese Variante entscheide, sei erst einmal dahingestellt.

 

Vom Wetter her gesehen kann ich mich über den gewählten Zeitpunkt der Wanderung, Anfang September, keineswegs beklagen. In der ersten Woche hatte ich durchweg stahlblauen Himmel und es war bis zu 30 Grad warm. In der Zweiten kam es nach einem schweren Gewitter zu einer deutlichen Abkühlung, der Himmel war danach, mit wenigen Ausnahmen, meistenteils bedeckt. Geregnet hat es meistens Nachts. In den gesamten zwei Wochen der Wanderung hatte ich nur maximal zwei Stunden lang das Regenzeug an.

 

In der diesjährigen Reisebeschreibung erfahren sie, dass die bislang eher eben verlaufende Route durchs Rheinland, entlang der Kyll, der Mosel, der Maas und durchs Burgund ihr abruptes Ende fand.

Sie lesen, dass die bislang gewohnten guten Wege hier zum Teil schmerzlich vermisst wurden, da insbesondere die Auf- und Abstiege auf die bis zu 1000 – 1200 m hohen Berge oftmals auf stark ausgewaschenen und schotterigen Pfaden, die eher an ausgetrocknete Bachbetten erinnerten, erfolgen.

 

Ich berichte von stundenlangen, einsamen Wanderungen durch die Wälder des Haute-Beaujolais und des Forez und von großartigen Ausblicken auf und über die Ebene der Loire.

 

Von „Gastgebern“ die ihre Freude daran haben, dem „Gast zu geben“ und nicht nur Geld an ihnen zu verdienen, von anderen urigen und empfehlenswerten Unterkünften sowie von Menschen mit denen man sich versteht, ohne sich zu verstehen.       

 

Sie erfahren aber auch, warum ich mich heute, nach Abschluss der Wanderung, gegen den GR3 „Durch die Schluchten der Loire“ entscheiden und lieber den Jakobsweg „Via Bolene“ gehen würde.